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Oliver Uschmann: Nicht weit vom Stamm (Script 5, 14,95 €)

 

Das Buch beschreibt den einzigartigen Wandel eines Jungen von einem alkohol- und drogensüchtigen Straßengauner zu einem zivilisierten, gesellschaftlich anerkannten Jungunternehmer. Die Hauptperson, der 17-jährige Sven, säuft, kifft, schlägt sich und hat sich definitiv die falschen Freunde ausgesucht. Dabei kommt er aus einem gut behüteten Elternhaus und war ein begabter und interessierter Teenager, bevor er auf die schiefe Bahn geriet. Âls seine Schwester bedroht wird, ist er der Einzige, der sie retten kann – dafür muss er schnell eine halbe Million Euro mit redlicher Arbeit verdienen. Doch seine Freunde und ihr Lebenswandel halten ihn immer wieder davon ab, bis sich das Blatt dreht …

Der außergewöhnliche Roman ist seinem Autor Oliver Uschmann gut gelungen. Sprachlich und thematisch geht er auf jugendliche Leser ein und spricht sie durch teilweise umgangssprachliche, drastische und detaillierte Beschreibungen an. So gehen beispielsweise die schonungslosen Schilderungen von Svens Alkohol- und Drogenexzessen unter die Haut und geben dem Leser das Gefühl, die handelnden Personen zu kennen und dabei zu sein - nicht nur in den schönen, sondern auch in den widerlichen Momenten. Und obwohl Sven ganz tief unten ist, spürt man, dass in ihm das Gute schlummert und man ist gespannt auf das Ende und liest weiter. Er sehnt sich nach einem Sinn in seinem Leben, aber lange Zeit findet er den Weg dorthin nicht. Das Ende macht Mut: Egal wie tief man fällt und ob man gewalttätig oder kriminell oder drogensüchtig ist, es gibt in jedem Menschen einen guten Kern, der aktiviert werden kann. Mein Urteil: Eine absolut lesenswerte, packende und nachdenklich machende Geschichte, die man noch lange im Kopf hat!

 

Benedikt (>>alle Buchtipps von Benedikt)